Zakynthos

Auf der drittgrößten der Ionischen Inseln leben rund 38.000 Einwohner auf etwa 410 km². Zu der einst von den Venezianern beherrschte Insel gehört noch die kleine Inselgruppe Strofaden, deren Inseln allerdings unbewohnt sind. Aufgrund der schönen und weiten Strände gilt Zakynthos, dessen Inselhauptstadt den gleichen Namen trägt, als beliebtester Badeort nach Korfu. Hier kann man also durchaus schon einen gewissen Massentourismus vorfinden.
Aufgrund des mediterranen Klimas herrscht hier eine bestechend schöne Vegetation, die unterschiedlichsten Pflanzen sind hier zu finden. Vermutlich dürfte dies der Grund sein, warum die Venezianer der Insel den liebevollen Beinamen „Blume des Ostens“ gaben.
Vieles auf Zakynthos dreht sich um die Touristen, so findet man an den typischen Touristenorten Bars und Diskotheken, Restaurants, sowie viele Tauchschulen. Natürlich gibt es auf Zakynthos auch noch andere Anlaufpunkte, die man einmal besucht haben sollte. Da wäre zum Beispiel der Askos Park. Dieser südlich gelegene Naturpark ist zum Teil das ganze Jahr über geöffnet und bietet ein Heim für die unterschiedlichsten Tierarten. Man kann den Park durchaus mit einem Zoo vergleichen, denn hier leben nicht nur einheimische Tiere.
Der wohl schönste Strand der Insel liegt im Südosten in der Bucht von Laganas. Der Strand ist zwar bei Touristen sehr beliebt, steht allerdings zu bestimmten Jahreszeit unter einer ganz anderen Herrschaft. Die seltene Caretta-Caretta-Schildkröte legt dann in dieser Bucht ihre Eier in den Sand. Um den Schutz dieser vom Aussterben bedrohten Schildkröte zu gewährleisten, sind Fahrzeuge hier nicht zugelassen. Auch darf der Strand in der Nacht nicht betreten werden. An ganz bestimmten, gekennzeichneten Stellen des Strandes dürfen weder Liegestühle noch Sonnenschirme platziert werden.
Die Insel bietet aber noch einige andere Sehenswürdigkeiten, so findet man genau hier auf Zakynthos die vermutlich weltweit bekannte so genannte Schmugglerbucht. In dieser Bucht, die nur vom Meer aus zu erreichen ist, liegt das Schiffswrack von Zakynthos, umgeben von hohen Felswänden. Blickt man von der Bucht hinüber zur Insel Marathonisi, so kann man erstaunt feststellen, dass diese kleine, unbewohnte Insel die Form einer Schildkröte hat. Ebenfalls nur vom Meer auch zu erreichen sind einige Grotten in der Nähe des Kaps Skinari. Sie bezaubern durch ihre schillernden Farben, die durch die einstrahlende Sonne zu sehen sind.
Bei einem Spaziergang durch die Inselhauptstadt sollte man in jedem Falle die Kamera bereit halten, denn hier gibt es einige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, so zum Beispiel der Glockenturm  von Agios Dionysios. Aus der venezianischen Zeit stammt die Kirche Agios Nikolaos tu Molu, die dem Erdbeben im Jahre 1953 stand gehalten hat. Beeindruckend ist auch die Festung von Zakynthos, der man unbedingt einen Besuch abstatten sollte. Um ein wenig mehr über die Geschichte der Insel in Erfahrung zu bringen, lohnt sich ein Besuch in der städtischen Bibliothek, in welcher sich rund 50.000 Werke befinden. Auch das Museum des nationalen Widerstands dürfte genau das Richtige für geschichtsinteressierte Urlauber sein.