Traditionsreicher Wein aus Griechenland

Der Weinbau in Griechenland kann auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Quellen bestätigen, dass es mindestens seit der Antike große Anbaugebiete in Griechenland gibt, jedoch konnten mehrere Jahrhunderte lang keine großen Fortschritte gemacht werden, dennoch hat der  Wein aus dem Mittelmeerland einen ganz eigenen Charakter, der nur selten mit typisch europäischen Weinen wie dem Chianti verglichen wird.
 
Griechenland besitzt eine Rebenanbaufläche von ca. 113.000 Hektar, lediglich 50 % dieser Fläche werden für den Weinbau genutzt. Die Anzahl der griechischen Rebsorten ist verwirrend groß, Ende der 90er Jahre wurde zum ersten Mal eine Zahl genannt: Mindestens 199 Rebsorten gebe es in Griechenland, ein Großteil davon werde jedoch nur in wenigen Regionen angebaut.
 
In den letzten Jahren ging man in Griechenland vermehrt dazu über, eher trockene Weine zu produzieren. 
Zu den wichtigsten weißen Rebsorten zählen unter anderem die Savatiano, die auf über 12.000 Hektar angebaut wird. Die Reben sind nicht besonders anspruchsvoll, wodurch die Savatiano auch in Höhenlagen und in Gebieten mit sehr kargen, trockenen Böden angebaut werden kann. Der daraus resultierende Wein ist meist sehr säurearm, in Verschnitten entstehen sehr ausgewogene, milde Weine. Der gute Erfolg führte dazu, dass die Anbauflächen seit Jahren immer wieder aufgestockt werden.
 
Reben der Sorte Agiorgitiko werden zwar nur am fünfthäufigsten in Griechenland angebaut, dennoch ist es eine der traditionsreichsten Rebsorten des Landes und zugleich eine der ältesten der Welt. Der Geschmack von Weinen dieser Reben wird oft mit bekannten Weinen wie dem Merlot verglichen. Sie sind sehr aromatisch und farbintensiv und werden bevorzugt mit dem Cabernet Sauvignon verschnitten.