Steuersystem und Verwaltung

Der Staat erhebt einen Beitrag auf ein bestimmtes Einkommen, welches in der Regel nicht so ganz mit dem realen Verdienst übereinstimmt. Ein Einspruch dagegen ist meist erfolglos. Das bedeutet letztlich, dass man auch dann Steuern auf das ermittelte Einkommen zu zahlen hat, selbst wenn dieses Einkommen so nicht existent ist. Genauere Informationen hierzu sollte ein deutsch-griechisches Steuerbüro geben können, welchem sich deutsche Einwanderer wohl am besten anvertrauen sollten, um keine falschen Abgaben zu bezahlen.
Steuern werden in Griechenland auf so gut wie alles erhoben, manche Steuern sind leicht ersichtlich, andere wiederum sind geschickt, aber nicht mutwillig, getarnt.
Die Unterhaltung eines PKWs zählt in Griechenland – wie mittlerweile auch in Deutschland – zu einem ziemlich kostspieligen Unterfangen, da gerade die KFZ-Steuern hier immens hoch sind.
Auch, wenn viele auf die deutsche Verwaltung schimpfen, so kann hier nur angemerkt werden, dass man die griechische Verwaltung meist nur mit einer gesunden Portion Humor und tatsächlich dem nötigen Kleingeld hinnehmen kann. Dies trifft vor allem auf die Belange zu, die mit Verkehrsangelegenheiten zu tun haben. Die Beamten in Griechenland leben das aus, was den deutschen Beamten in kleinen Anekdoten oftmals nachgesagt wird. Das allzu bekannte „Beamtenmikado“ scheint hier das Lieblingsspiel zu sein. In Griechenland kann man viel erreichen, wenn man die nötigen Beziehungen geknüpft hat oder eben hier und da mal ein wenig Geld zur Verfügung stellt. Ganz anders hingegen der in den einzelnen Gemeinden vorhandene Bürgerservice. Hier werden die Belange des Bürgers üblicherweise schnell von einem freundlichen Mitarbeiter bearbeitet. Wichtig ist nur, dass die meist geforderte griechische Steuernummer vorhanden ist, die in der Regel schnell und unbürokratisch erteilt wird. Dies geschieht übrigens auch dann, wenn man noch keinen Wohnsitz in Griechenland nachweisen kann.