Auf den Spuren der griechischen Mythologie

Bei nahezu allen antiken Stätten, die man in Griechenland besichtigt, stößt man auf die Namen von Göttern, die an diesen Orten verehrt wurden, oder auf Sagen und Mythen, die mit der jeweiligen Landschaft verbunden sind. In der Vorstellung der Antike gab es eine Vielzahl von Gottheiten, die in das Schicksal der Menschen eingriffen und selbst außerordentlich menschliche Züge aufweisen. Die Ursprünge der griechischen Mythologie reichen bis ins 2. Jahrtausend vor Christus zurück. Die Göttersagen wurden teils aus anderen Kulturkreisen übernommen, teils lassen sie orientalische, ägäische und indogermanische Einflüsse erkennen. Auf einer Griechenland Reise ist dies unübersehbar.

Die Dichter Homer und Hesiod brachten die griechische Götterwelt in eine genealogische Ordnung: Zuerst regierten die Urgötter Uranos (Himmel) und Gaia (Erde), von denen das Göttergeschlecht der Titanen abstammt (Okeanos und Thetys, Hyerion und Theia, Kronos und Rheia, Koios und Phoibe). Zeus, der Sohn von Kronos und Rheia, beendete die Herrschaft der "dunklen Mächte", indem er in einem gewaltigen Kampf das Titanengeschlecht besiegte und die Herrschaft der olympischen Götter begründete. Ihren Namen erhielten sie von dem höchsten Berg Griechenlands, dem Olymp, den schon Homer als Sitz der Götter schilderte.

Zeus ist der Gottvater und Hera seine Frau, mit der er viele Nachfahren zeugte, zum Beispiel Athene, die Göttin der Weisheit, Artemis, Ares, Hermes, Hestia oder Aphrodite. Als Nebengötter gelten der Liebesgott Eros, die neun Musen, die Chariten, Themis und die Horen, die Siegesgöttin Nike, die Götterbotin Iris, Hebe, Göttin der Jugend, und Ganymed (Mundschenk). Ferner sind dazuzurechnen die Götter der himmlischen Erscheinungen Helios (Sonne), Selene (Mond) und Eos (Morgenröte), der Heilgott Asklepios, die Schicksalsgöttinnen Nemesis (Strafe) und Tyche (Glück) sowie die Moiren Klotho, Lachesis und Atropos. Bei den Erdgöttern sind vor allem Dionysos, der Gott des Weines, die Nymphen, die Satyrn und Silene zu nennen, der Hirtengott Pan sowie Demeter, die Göttin der Fruchtbarkeit.

Bei einem Besuch Griechenlands ist es ein Leichtes, den Urlaub auf den Spuren griechischer Mythologie zu verbringen. Entspannung und Kultur, Relaxen und Sightseeing gehen in diesem Land Hand in Hand.