Sehenswürdigkeiten

Ein absolutes Muss für Kreta-Urlauber sollte der einstige Palast von Knossos sein, von dem auch heute noch reichliche Überreste zu sehen sind. König Minos ließ auf einer Gesamtfläche von imposanten 7,5 m² in der Nähe des heutigen Iráklion erbauen. Schon vor dem Bau des Palastes waren hier Völker angesiedelt. Von den einst 1400 Räumen, die der Palast hatte, können Touristen heute fast nur noch die Grundmauern sehen. Einige noch erhaltene Treppen zu den oberen Etagen – von denen ebenfalls noch Teile erhalten sind – lassen erahnen, welches imposante Ausmaß dieses Bauwerke einst gehabt haben muss. Erwähnenswert ist auf der einen Seite der alte Thronsaal, der noch recht gut erhalten ist, auf der anderen Seite scheint das schon damals recht hochwertige Belüftungssystem ebenfalls zu beeindrucken.
Liebhaber der Archäologie aber kommen auch noch an ganz anderen Orten Kretas voll auf Ihre Kosten, so kann man eine halbe Autostunde von Iraklion entfernt eine alte römische Stadtsiedlung finden: Gortys. Zu einem Highlight hier zählt sicherlich eine Basilika aus dem 6.Jahrhundert, allerdings dürfte ein Gesetzestexte, der 5.Jahrhundert vor Christus in Stein gemeißelt wurde, sicherlich noch mehr die Aufmerksamkeit erregen. Experten sind sich einig, dass dies die wohl älteste Inschrift Europas zu sein scheint. Kreta ist reich an Ausgrabungsstätten, so dass hier unmöglich alle aufgeführt werden können.
Die Höhle von Psychro ist ebenfalls einen Besuch wert, sie wird übrigens auch Zeus-Höhle genannt, denn laut mythologischen Erzählungen wurde der neugeborene Zeus hier hergebracht. Weitere, nicht weniger interessante Ausgrabungsstätten sind unter anderem Amnissos – eine alte minoische Hafenstadt östlich von Iraklion – und auch Lato – eine antike Stadt aus dem 8.Jahrhundert vor Christus. Ein weiterer Beweis für die verschiedenen Herrscher des einstigen Kretas ist auch das so genannte Frangokastello, welches aus der Zeit der venezianischen Herrschaft stammt.
Wer ein wenig auf den Spuren der Mythologie wandeln möchte, dem sei doch ein Besuch in Mátala empfohlen, einem ehemaligen kleinen Fischerdörfchen an der Südküste Kretas. Einst soll hier Zeus in der Gestalt eines Stieres angekommen sein, im Arm die phönizische Prinzessin Europa, welche er zuvor entführt hatte. In der Gestalt eines Adlers dann bracht er sie nach Gorty. Zu bestaunen gibt es hier auch diverse, in der Jungsteinzeit entstandene Wohnhöhlen. Sie wurden in der Antike als Wohn- bzw. als Grabhöhlen genutzt. Noch in den 1960er Jahren nutzte die damalige Hippie-Generation sie als Wohnhöhle. Selbst solch berühmte Personen wie Cat Stevens und Bob Dylan lebten hier eine Zeit lang.
In diesem Zusammenhang sollte auch der Minoische Palast nicht vergessen werden, den man in Phestos (Festos) besichtigen kann. In dieser Ausgrabungsstätte findet man viele interessante Reliquien der Bronzezeit, unter anderem den berühmten Diskos von Phestos, welcher auch heute noch den Archäologen Rätsel aufgibt.