Ausgrabungsstätten Peloponnes

Korinth, oder hier genauer Alt-Korinth, was einige Kilometer vom eigentlichen Korinth entfernt liegt, war in der Antike eine sehr angesehene Stadt, was man noch heute durch die Ausgrabungen eines Apollon-Tempel erkennen kann. Alt-Korinth selbst ist eine kleine Stadt, die durch ihren mittelalterlichen Stil noch heute jede Menge Charme versprüht.

Wer kennt nicht den Ort Olympia? Natürlich mag sie aufgrund der griechischen Mythologie einen sehr hohen Bekanntheitsgrad haben. Man findet hier verschiedene Ausgrabungen aus der Antike. Das Stadion, in dem schon in alten Zeiten die olympischen Spiele ausgetragen wurden, dient auch im Jahre 2004 wieder – trotz einiger Proteste aus Angst der Zerstörung – einer Disziplin (Kugelstoßen) bei den olympischen Spielen.

In Argos fand man bei Ausgrabungsarbeiten ein Theater, welches ca. 300 vor Christus in den Felsen gehauen wurde. Das mag für diese Zeit nichts Besonderes gewesen sein, beeindruckend allerdings war, dass dieses Theater für rund 20.000 Zuschauer angelegt war. Erst 1998 fand man hier die Überreste von mehreren Säulenhallen, die wohl ins 5.Jahrhundert vor Christus zurück gehen. Das archäologische Museum beherbergt sogar Schätze aus dem 7.Jahrhundert vor Christus.

Ein weiteres Highlight ist wohl der Apollontempel bei Bassae, der schon seit Ende der 1980er Jahre in ein Zelt gehüllt vor den Witterungseinflüssen geschützt wird. Nach einer derzeit noch andauernden aufwändigen Restaurierung wird der Tempel aber wieder dem Publikum zugänglich gemacht. Allerdings lässt schon die imposante Zeltkonstruktion erahnen, welche enormes Bauwerk darunter stecken muss.

Ein altes Amphitheater aus der Zeit um 300 vor Christus Geburt findet man in Ephidaurus. Trotz seines Alters werden hier auch heute noch in regelmäßigen Abständen alte Dramen im klassischen Stil aufgeführt. Wenn man schon einmal in Ephidaurus ist, sollte man sich auch gleich noch die weiteren Ausgrabungen anschauen, denn neben einem Gästehaus aus dem 4.Jahrhundert vor Christus, einem Abaton aus dem 6.Jahrhundert und einem Stadion aus dem 5.Jahrhundert findet man hier noch weiter antike Schönheiten, von denen man seit Anfang des 21.Jahrhundert versucht, zum Beispiel den Tholos – ein Rundbau, der von über 25 Säulen umgeben ist – zu restaurieren.

Verteilt über den ganzen Peloponnes wird man immer wieder auf Ausgrabungsstätten treffen, die das Herz eines jeden Liebhabers der Antike höher schlagen lassen. Ein weiteres Beispiel hierfür ist wohl auch ein mykenisches Kuppelgrab in Maghoula-Galatas, Einige Ausgrabungsstätten, ja sogar zum Teil ganze Ortschaften, die noch aus der Antike stammen, wurden auch von der UNESCO nach und nach in das Weltkulturerbe der Menschheit aufgenommen, wie beispielsweise Mykene und Tyrins.