Naxos

Im Gegensatz zu den anderen Kykladen-Inseln herrscht auf Naxos keine Wasserarmut, was die Insel auch in den Sommermonaten zu einem beliebten Ziel macht. Doch auch hierher kommen vorwiegend noch die Bewohner des griechischen Festlandes, nur langsam hält auch der ausländische Tourismus hier den Einzug.
Ähnlich, wie auf Mykonos, findet auch hier der Urlauber jede Menge Abwechslung, so wird man hier ruhige Strände zum Relaxen vorfinden, aber auch einige Strände, an denen buchstäblich das Leben tobt. Ähnlich ist es auch mit den vielen kleinen Orten auf Naxos: In einigen verträumten Dörfchen in den Bergen kann man noch sehr viel von den Traditionen der Kykladen erahnen, während in der Chora schon ein wenig die Moderne zu finden ist. Dies allerdings, ohne dass die alten Kulturen völlig verschwunden sind.
Beim Verlassen der Fähre kommen die Bewohner in der Regel auf die Touristen zu, um private Zimmer anzubieten, wer also nicht vorab gebucht hat, wird wohl spätestens hier ein lauschiges Plätzchen empfohlen bekommen.
Blickt man von der Chora aus auf den Hügel, so kann man eine Festung aus der Zeit der Venezianer sehen, die auch heute noch von deren Nachkommen bewohnt wird.
Als ein wirklich sehenswertes Bauwerk kann man das Portara bezeichnen. Ein Tor aus dem 6.Jahrhundert vor Christus, welches des unvollendeten Dionysos-Tempels angehört und aus Marmor besteht. Das Tor ist fast 6 Meter hoch und ungefähr 3,70 Meter breit. Ein weiteres Highlight aus vorchristlicher Zeit sind wohl die Kuroi – nicht fertig gestellte Statuen von Jünglingen –, die ursprünglich dazu gedacht waren, sie in heiligen Bauten auszustellen.
Weiterhin sollten der verfallene Turm des Marco Sanudo erwähnt werden, des einstigen Herzog von Naxos. Etwas außerhalb der Chora in nördlicher Richtung, genauer gesagt in Grota, befinden sich die Überreste einer antiken mykenischen Siedlung. Vom Kloster Agios Ioannis Chrisostomos aus hat man einen traumhaften Blick auf das Meer.