Mykonos

Nicht zuletzt durch den alten Schlager von Katja Ebstein (Der Stern von Mykonos) ist diese Insel wohl eine der bekanntesten und beliebtesten Kykladen-Inseln. Man kann Mykonos durch aus mit der schillernden Welt auf Ibiza oder anderes ähnlichen Inseln vergleichen, hier ist alles ein wenig teurer, ein wenig luxuriöser und ein wenig extremer als auf anderen griechischen Inseln. Wer in den Sommermonaten hier Urlaub macht und auch ein wenig über das nötige Kleingeld verfügt, der mag hier wohl auch schon den einen oder anderen Promi antreffen.
Trotzdem gerade im Hauptort der Insel, in Mykonos-Stadt, viele neue Bauten entstanden sind, so hat die Stadt doch nicht das typische Stadtbild mit seinen Kykladenarchitekturen verloren. Eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein, dank des hervorragenden Zusammenspiels von Alt und Neu ist hier ein wirklich einmalige, architektonisch wertvolle Stadt entstanden, die in jedem Fall einen Besuch wert ist. Wer sich in diesem ganzen Jet-Set-Rummel nicht wohl fühlt, der sollte wenigstens einen Tagesausflug hierher unternehmen.
So unterschiedlich die Besucher der Insel (seit den 1960er Jahren zieht es mehr und mehr Schwule und Lesben auf die Insel), so unterschiedlich ist auch die Küche, denn neben den typisch traditionellen griechischen Gerichten findet man hier auch immer mal wieder typische italienische und französische Gerichte.
Wer nicht unbedingt wert auf das Zusammentreffen mit der Hautevolee legt, dem seien hier eher die Monate außerhalb der Hochsaison empfohlen, denn auch das Frühjahr und der Herbst haben durchaus ihre Reize.
Das Hinterland bietet viele Möglichkeiten für den einen oder anderen ausgedehnten Spaziergang, allerdings ist es wohl auf dieser Kykladen-Insel eher die Inselhauptstadt, welche die Insel allseits so begehrt macht. Eine Reihe von Museen zeigen die unterschiedlichsten Funde aus verschiedenen Jahrhunderten. Ein Besuch im archäologischen Museum ist sicherlich ein besonderes Highlight, da hier Keramiken zu sehen sind, die bis ins 25.Jahrhundert vor Christus zurück gehen. Von ganz besonderem kulturhistorischem Wert ist wohl ein altes Reliefgefäß aus dem 7.Jahrhundert vor Christus. Das trojanische Pferd, welches hierauf zu erkennen ist, mag das wohl älteste bekannte Abbild seiner Art sein. Das erst seit 1985 existierende Ägäische Schifffahrtsmuseum zeigt verschiedene Szenen aus dem Alltag der einstigen Handelsschifffahrt.
An kirchlichen Bauwerken sollte in jedem Fall die Marienkirche Panagia-Paraportiani besucht werden. Ursprünglich waren hier fünf einzelne Kapellen gebaut worden, die erste davon im Jahre 1425, doch nach und nach wurden die Bauten zu einem großen Bau zusammengefügt.
Die Kato Mili sind das eigentliche Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich handelte es sich hier um zehn Windmühlen, welche Getreide weiter verarbeiteten. Heute sind nur noch 5 der Windmühlen vorhanden, welche das landwirtschaftliche Museum beherbergen.