Bildung in Griechenland

Ähnlich wie bei uns in Deutschland ist die Schulpflicht auch in der griechischen Verfassung festgelegt. Neun Jahre müssen die griechischen Jugendlichen die Schulbank drücken, dabei hat jeder Grieche ein Recht auf eine kostenlose Ausbildung. Tatsächlich sind nur sechs Prozent aller Schulen Griechenlands privat.

Die ersten sechs der neun Pflichtschuljahre verbringen die Griechen in der Grundschule, Dimotiko genannt. Ob die Kinder vor Einschulung in Kindergarten oder Vorschule gebracht werden ist den Eltern genau wie in Deutschland freigestellt.

Anschließend an die Grundschule findet allerdings, anders als bei uns, kein Ausleseverfahren statt. Alle Kinder werden an die dreijährige Sekundarschule weitergeleitet. Ob sie ein allgemeines „Gymnasio“ oder eins mit bestimmten Schwerpunkten wählen, ist jedem freigestellt.

Ob im Anschluss an das Gymnasio weiterstudiert wird, bleibt jedem selbst überlassen. Gewählt werden kann hier zwischen Universitäten und „TEIs“ Instituten Höherer Beruflicher Ausbildung. Je nach Bewerberzahl und Studienplatzangebot werden die einzelnen Plätze je nach Leistung vergeben. Bei Interesse an einem Studium im Ausland kann diese Seite eine große Hilfe sein.

Griechische Eltern investieren oft viel Geld in die Bildung ihrer Kinder. Beinahe jedes Kind muss nachmittags zusätzlich zum üblichen Unterricht noch privaten Schulunterricht absolvieren und das mehrmals wöchentlich. Dieser private Unterricht wird nicht vom Staat gefördert und ist für Eltern relativ teuer. Zudem zählen griechische Lehrer zu den schlechtbezahltesten Europas. Ein Sekundarstufenlehrer verdiente 2006 ca. 700 Euro monatlich.